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Kirche Lumda

Kirchspiel Grünberg - Lumda

 

 

Seit dem 1. August ist die Pfarrstelle III

Stangenrod-Lehnheim und Lumda wieder besetzt.

Pfarrerin Andrea Rink-Rieken hat die Stelle

übernommen und ist erreichbar unter folgender Adresse:

 

Am Steinbruch 4

35305 Grünberg-Lehnheim

Tel.: 06401/2236974

Fax 06401/2236975    

– Sprechzeiten nach telef. Vereinbarung -

 

Öffnungszeiten Pfarrbüro in Lehnheim,

Am Steinbruch 4, Frau Peter:

 

jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 09.00 - 12.00 Uhr

außerhalb dieser Öffnungszeiten auch zu erreichen im

Pfarramt Grünberg (TelefonNr. 90237): montags, dienstags von 09.00 - 11.00 Uhr und donnerstags von 16.00 - 18.00 Uhr

 

Anmeldung der Konfirmanden für 2013 ist am 23. April um 19.00 Uhr in der Lehnheimer Kirche!

Bitte bringen Sie Ihr Stammbuch mit (soweit vorhanden) oder einen anderweitigen Taufnachweis (sofern getauft).

 


 

GlockengrafikGlockenjubiläum in der Kirche in Lumda      03.Juli 2011

Anfang des 16.Jahrhundert war eine bewegte Zeit, die unausweichlich mit dem Namen „ Martin Luther“(*1483  +1546) verbunden ist.

1510, also vo rüber 500 Jahren wurde unsere alte Glocke gegossen. Sie trägt die lateinische Umschrift:

"nos* cum*prole*pia*benedic*virgo*maria" ("Wir benedeien zusammen mit dem (Jesus)Kinde (dich), o fromme Jungfrau Maria").

Die Glocke wurde auf den Ton "f" gestimmt. Aus den Geschichtsunterlagen usnerer Kirchengemeinde Lumda ist zu entnehmen, dass die

Jubiläumsglocke in einer kleinen Kapelle in Gross-Lumda hing. Wie Pfarrer Grünewald berichtete, war dies eine Holzkapelle. Ob sie ursprünglich

für diese gegossen wurde oder aus einer anderen Kirche stammt, zuweilen wurden Glocken auch aus abgebrochenen Kirchen verkauft,

wissen wir nicht. Die Kapelle f´befand sich im Bereich des Evang. Gemeindehausen, Gefrierhaus und dem Anwesen Kömpf an der Dorfstraße.

Hier befand sich ebenfalls der Friedhof.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Kapelle aufgestockt und erweitert bis sie 1842 wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Die

Glocke wurde nun im Schulhaus, heute Anwesen der Familie Wilfried Rau aufgehängt, denn dort fand der Gottesdienst statt. Seit der Einweihung

der neuen Kirche im Jahr 1848 läutet sie bis heute in gewohnter Weise für unsere Gottesdienste und andere Anlässe.

Ich denke, für jeden Lumdaer Bürger haben unsere Glocken schon einmal direkt oder indirekt geläutet. Sei es bei Taufe, Konfirmation, Hochzeit

oder beim tod eines lieben Angehörigen. Man denke zudem an die vielen Kriege, in denen das Läuten mit schlechten Nachrichten für die

Familien verbunden war. Die Tafeln draussen am Kriergerdenkmal vor der Kirche sprechen für sich. Man denke an die Menschen, die in den

Kriegsjahren erschraken und geschockt waren, wenn sie die Glocken zu unüblichen Zeiten rufen hörten, denn es waren ja meist junge

Menschen, die ihr Leben lassen mussten.

Die Jubiläumsglocke von 1510 hört man leider nicht mehr alleine läuten, nur im Duett mit der ersten Glocke. Noch in den sechziger Jahren des

letzten Jahrhundertgs war sie für das 12 Uhr Mittagsläuten zuständig. Der Kirchenvorstand dieser jahre hatt dann aber wohl entschieden,

die "alte Dame" zu schonen. Wo es eine Glocke "2" gibt, gibt es auch eine Glocke "1". Sie macht in unserer Gemeinde heute fast die gesamte

Läutearbeit. Das Tagesgeschäft, wenn man so will.

Mittag, Abend, Vorläuten, "Vater unser...", und dann im Duett mit der 2. Samstagabend, Gottesdienste, usw. sowie im Sterbefall.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch etwas zu der bewegten Geschichter der Glocke"n" 1 erwähnen. Die Erste Glocke 1 wure 1861

für die noch recht neue Kirche gegossen. Sie wog 134 kg. Doch 1917, 1. Weltkrieg, wurde sie aus dem Turm geholt und eingeschmolzen.

Ihr Materialwert wurde mit 604 Mark vergütet.

1920 bestellte man eine neue Glocke 1. Sie wog 160 kg und hat einen Durchmesser von 65 cm, gestimmt auf den Ton "d", mit der Umschrift

"In schwerer Zeit bin ich geschaffen". Im Verlauf des 2. Weltkrieges musste sie wie so viele andere Glocken in Deutschland abgeliefert werden.

Die Dritte und heutige Nr. 1 ist aus dem Jahre 1951 und wurde von der Glockengießerei Rinker in Sinn gegossen. Beim Glockenguß war

Erhard Kratz mit seinen Schulkameraden und Lehrer Keller dabei. Die Umschrift lautet: "Gedenket des Sterbens ruf eich euch Allen,

gedenket auch Derer die gefallen". Pfr. Grünewald schrieb zum Abschluss in seiner Chronik zu Lumda: "Es ist zu hoffen, dass diese Glocke

unserer Kirche erhalten bleibt".

Anfang der sechziger Jahre wurden die Glockenseile entfernt und es wurde auf Motorbetrieb umgestellt. Eine enorme Erleichterung für den

Küster brachte nicht nur dies Maßnahme sondern auch die danach installierte Zeitprogrammsteuerung des Gläutes.

                                                                                                                                                                        Kirchenvorsteher Arthur Sommerfeld, 2011